Existenzanalytisch-systemische Sexualberatung

Zwischen Alltag und Ekstase: Sexualität(en) in psychosozialen Kontexten

Zwischen Alltag und Ekstase: Sexualität(en) in psychosozialen Kontexten

Beschreibung

Wie wir es drehen und wenden: Der Mensch ist immer auch als sexuelles Wesen in der Welt. Sexualität spielt nicht immer eine vorrangige Rolle, ist hintergründig jedoch wirksam. Eine zufrieden gestaltete und gelebte Sexualität trägt maßgeblich zu unserem Wohlbefinden bei. Dabei gibt es nicht „die eine“ Sexualität, sondern viele Weisen, sexuell in der Welt zu sein und sich in der sexuellen Dimension zu entfalten bzw. zu erfahren.

Neben einer allgemeinen Einführung in das Thema wird in diesem Basisseminar ein humanistisch-existenzanalytisches Verständnis vermittelt und dieses in Bezug zu anderen Ansätzen gesetzt (Humanistische Sexualtherapie, Systemische Sexual- und Paartherapie und Sexocorporel).

Ziel des Grundkurses ist es, dass die Teilnehmer:innen sich einen reflektierten und kritischen Umgang mit dem Thema Sexualität in psychosozialen Kontexten erarbeiten.

Entwicklungsprozesse im Bereich der Sexualität sollen verstehbar und durch geeignete Interventionen erleichtert werden.

Auf Grund einer professionellen Haltung sollen die Wahrnehmung, die angemessene Beschreibung, das Sprechen und sexologische Interventionen in Bezug auf somatische, psychische und personaler Prozesse geübt werden. Typische sexualtherapeutische Fragestellungen werden erörtert und Basiskompetenzen zum Umgang mit sexuellen Fragestellungen erworben.

Anhand von 5 Sexualanamnesen (über 2-3 Termine) sollen die Teilnehmer*innen in eigener Praxis zeigen, dass sie erste Basiskompetenzen im Erfassen sexueller Fragestellungen erworben haben. Praxisthemen: Funktionelle Störungen, Störungen der Lust, traumasensible Therapie und Beratung, Fragen der sexuellen Identität und Orientierung, Sexualität bei chronischen Erkrankungen.

Module und Termine

8 Kurstage:

19.-22. Oktober 2026
15.-18. Februar 2027

Mo.:     10 -18 h
Di.-Mi.: 09 – 18 h
Do.:      09 – 15 h

Voraussetzung und Zielgruppe

Voraussetzungen: Bitte neben Papier und Stift bequeme Kleidung und eine Yogamatte mitbringen. Diese Veranstaltung beinhaltet einen Anteil von Selbsterfahrung und erfordert eine aktive Teilnahme.

Methoden: Vortrag, Diskussion in Plenum und Kleingruppen, Einzel- und Gruppenübungen, Körperbezogene Übungen (hands off), Achtsamkeitspraxis, Arbeit mit unterschiedlichen Materialien

Zielgruppe: Die Weiterbildung ist für Menschen geeignet, die sich in Beratung, Psychotherapie, Medizin, Seelsorge, Pädagogik etc. mit dem Thema Sexualität beschäftigen

Umfang: 70 Ustd.; Theoretische und praktische Inhalte einschließlich Supervision: 54 Stunden, Themenzentrierte Selbstreflexion in Gruppen: 16 Stunden, Literaturstudium nach Bedarf

Organisatorisches

Abschluss:
Bei erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung erhalten die Teilnehmer:innen ein Zertifikat: Sexualberatung nach den Kriterien der DGfS (Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung e. V.) Regelmäßige Teilnahme (Fehlzeiten: höchstens 10%), 5 Falldokumentationen nach Erstgespräch und 2–3 Folgeterminen (Dokumentation der Anamneseerhebung, des Symptomverständnisses, des Beratungsverlaufs)

Abschluss als Existenzanalytische*r Sexualberater*in:

Wenn die Module der Beratungsausbildung A bis C abgeschlossen wurden, kann mit dem Grundkurs Sexualberatung zusammen ein Zertifikat zum/zur existenzanalytischen Berater*in erworben werden. Das Zertifikat wird von der GLE D ausgestellt.

Teilnahmegebühr:

Ausbildungsleitung

Ingo Zirks
Psychologischer Psychotherapeut, Verhaltenstherapeut, Existenzanalytiker & Logotherapeut, Körperpsychotherapeut und Sexualtherapeut (DGfS), Lehrausbilder und (Lehr-)Supervisor

 

Berliner Institut der Akademie für Existenzanalyse und Logotherapie

Lietzenburger Straße 39 | 10789 Berlin; Leitung: Ingo Zirks; Co-Leitung: Geertje Bolle

Telefon: (030)288 692 32; ; www.existenzanalyse.com

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